Nützliches

Einen Rechtsanwalt beauftragen. Kann ich mir das überhaupt leisten?

In der Theorie stehen Arbeitnehmern viele Rechte zu. In der Praxis scheitert die Durchsetzung dieser Rechte nicht selten daran, dass die Befürchtung besteht, Rechtsanwalt und Gericht würden zu teuer werden. Soweit eine Rechtsschutzversicherung besteht, die arbeitsrechtliche Angelegenheiten abdeckt, sollte die Finanzierung unproblematisch sein. Die Rechtsschutzversicherung wird in den meisten Fällen (Kündigung, Abmahnung, Mobbing) unsere Kosten und die des Gerichts übernehmen. Dazu müssen Sie als Versicherungsnehmer den Rechtsschutzfall zunächst Ihrer Versicherung gegenüber anzeigen und bekommen von dieser dann in aller Regel eine Schadennummer zugeteilt. Die Versicherungsnummer und die Schadennummer teilen Sie uns dann bitte mit, so dass wir dann weiter mit Ihrer Rechtsschutzversicherung kommunizieren können. Grundsätzlich ist die Einholung einer so genannten Deckungszusage Sache des Versicherungsnehmers, unseres Mandanten. Da die Rechtsschutzversicherungen in der Regel darauf verweisen, dass wir als Ihre Anwälte mit der Versicherung direkt in Kontakt treten sollen, übernehmen wir das in der Regel auch für Sie.

Wenn Sie nicht rechtschutzversichert sind, dann gibt es die Möglichkeiten der Beratungshilfe oder der Prozesskostenhilfe. Auf den Seiten des Justizministeriums heisst es dazu:

Was ist Beratungshilfe?
Beratungshilfe bedeutet einmal, dass man sich in rechtlichen Dingen fachkundigen Rat holen kann. Wenn es nicht ausreicht, nur beraten zu werden, sondern man auch auf Hilfe und Unterstützung angewiesen ist, um seine Rechte gegenüber anderen geltend zu machen, umfasst die Beratungshilfe auch die Vertretung. Der Rechtsanwalt oder die Rechtsanwältin, an die man sich wegen der Beratungshilfe wendet, wird dann auch gegenüber Dritten tätig und schreibt zum Beispiel einen Brief, in dem der Sachverhalt und der Rechtsstandpunkt dargestellt sind.

Einen so genannten Beratungshilfeschein erhalten Sie am zuständigen Amtsgericht. Diesen bringen Sie dann einfach zur Beratung in unseren Räumen mit.

Wer erhält Prozesskostenhilfe?
Prozesskostenhilfe erhält jede Person, die nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann.
Wann man von den Gerichtskosten und den Kosten des eigenen Anwalts völlig befreit ist, bzw. in welchen Fällen eine Ratenzahlungsverpflichtung besteht, ist beispielhaft auf den folgenden Seiten dargestellt. Die prozessführende Partei hat allerdings ihr Vermögen einzusetzen, soweit dies zumutbar ist.

Prozesskostenhilfe kann in Streitigkeiten ohne Fristablauf (z.B. Mobbing, Abmahnung) auch vor Klageeinreichung beantragt werden. Wir stellen Ihnen den entsprechenden Bogen zur Prozesskostenhilfe, welchen Sie uns ausgefüllt zurückgeben. Beim Ausfüllen sind wir Ihnen gerne behilflich. Den Antrag stellen wir für Sie und die Unterlagen reichen wir nach vorheriger Prüfung ebenfalls für Sie ein.

Ein Informationsblatt des Bundesjustizministeriums können Sie hier herunterladen: PKH Info

Weitere Informationen hinsichtlich der Kosten vor den Arbeitsgerichten in Bayern finden Sie hier.

Im Zweifel sprechen Sie mit uns. Wir können Sie weiter hinsichtlich zu erwartender Kosten Ihres ganz persönlichen Falles informieren.

Das Landesarbeitsgericht Köln bietet Ihnen die Möglichkeit, die Prozesskosten der ersten Instanz (hier) und der zweiten Instanz (hier) selbst nachzurechnen.