Gesundheitsschutz durchsetzen – Befristungen verhindern

5. Juni 2012 | Von | Kategorie: Aktuelles

Arbeitsschutz als absolute Schranke für Befristungen. Von Rechtsanwalt Dr. Rüdiger Helm.

Gesundheitsrisken aufgrund (vermeidbarer) Beschäftigungssicherheit erkennen. Gesunde Arbeitsbedingungen ohne Befristung durch Mitbestimmung erreichen.

 

Auch 25 Jahre nach dem ersten Beschäftigungsförderungs-
gesetz ist der befristete Arbeitsvertrag keine Brücke in eine Normbeschäftigung. Im Gegenteil: Er verhindert sie.

Darüber hinaus macht die mit den Befristungen einhergehende Angst vor Arbeitslosigkeit eine wachsende Zahl von Menschen krank. Zwischen gesetzlich zulässigen Befristungen und der Pflicht des Arbeitgebers Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden, besteht daher ein Spannungsfeld.

Sinkt in einem Betrieb die Zahl der Befristungen, verringern sich auch die Gesundheitsrisiken für die Beschäftigten. Die Durchsetzung unbefristeter Verträge ist damit eine Arbeitsschutzmaßnahme im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes.

Betriebsräte können deshalb im Rahmen ihrer Mitbestimmung zum Arbeitsschutz die Zahl der Befristungen verringern.

Dr. Rüdiger Helm widmet sich mit diesem Werk der zunehmenden Präkarisierung in der Arbeitswelt und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Er untersucht das Spannungfeld zwischen diesen Gesundheitsrisiken durch Beschäftigungsunsicherheit am Beispiel befristeter Arbeitsverträge und dem Gefährdungsvermeidungsgebot des Arbeitsschutzrechts.

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